Werkschau: Konzept versus Fotografie

 

CHRISTIAN WACHTER. Wien, 2020. Aus: Come in. Please! (arbeiten-corona-wohnen). Pigmentprint, 48,3x32,9cm
Von 04.10.2022 bis 26.11.2022

Christian Wachter
Werkschau: Konzept versus Fotografie


Eröffnung: 1. Oktober 2022, 18 − 1 Uhr (Lange Nacht der Museen)
zur Ausstellung spricht: Dr. Susanne Neuburger (um 19 Uhr)
Ausstellung: 4. Oktober − 26. November 2022

    
Christian Wachters Werkschau "Konzept versus Fotografie" findet in Zusammenarbeit mit der Fotogalerie Wien statt. Die Fotogalerie Wien, durch einen Umbau derzeit ohne Raum, realisiert in diesem Übergangsjahr mit befreundeten Institutionen im In- und Ausland Ausstellungen − erster Gastgeber und Kooperationspartner in Österreich ist der FOTOHOF.

Wir zeigen gemeinsam in der Ausstellungsreihe "WERKSCHAU" mit Christian Wachter (*1949 in Oberwart) eine retrospektive Überblicksausstellung zu einem herausragenden Werk der österreichischen Gegenwartsfotografie. Wachter ist ein früher Vertreter der österreichischen Autorenfotografie, der sich in seinem Werk bald auch einer politisch reflektierten Konzeptfotografie geöffnet hat − ein Spannungsfeld, das sich auch in seinem Ausstellungstitel und in seiner raumgreifenden und die übliche Chronologie einer retrospektiven Werkschau sprengenden Ausstellungskonzeption widerspiegelt.

Die Ausstellung eröffnet das breite Spektrum, das Wachters Werk auszeichnet − von den Anfängen mit sozialdokumentarischen SW-Serien, etwa "Portraits, Wien" von 1984, bis zu ausufernden Bildformationen wie "NFT-Cs" aus 2022. Vor über 20 Jahren hatte Wachter seine Dunkelkammer aufgelöst, die danach als Rauchsalon in Verwendung war.
          
Seine Serie von hunderten C-Prints zerknüllter Zigarettenpackungen − NFT-Cs "Non-Fungible Tobacco-Containers" − sind ironische Sachaufnahmen, die den der Fotografie zugrundeliegenden Faktor Zeit (und den damit verbundenen Wechsel von auch fotografischer Alltagskultur und Mentalität) ebenso verbildlichen, wie sie neueste Tendenzen digitaler Bilder persiflieren. Gegenüber der Außenwand mit eindrucksvoller Petersburger Bilderinstallation sehen wir überlebensgroß an der Glasfront die im Lockdown 2020 enstandene Serie "Come in. Please! (arbeiten-corona-wohnen)" − der Fotograf transferiert damit auf spielerische Weise seine gesamte Wiener Altbauwohnung in die Salzburger Vorstadt.
Zur Ausstellung erscheinen ein WERKSCHAU-Katalog und eine WERKSCHAU-Edition.

Susanne Neuburger, Kunsthistorikerin, langjährige Kuratorin am MUMOK Wien, lebt in Wien.
Christian Wachter, ↳ www.christian-wachter.at
Fotogalerie Wienwww.fotogalerie-wien.at

 

in the library:

Spector Books − Lektüre eines Jahres, oder Lesen als besondere Form des Grabens

Spector Books publishes books at the intersection of art, theory and design. Here, the medium of the book becomes a stage: a place of encounter and productive debate.

 

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